
"Und, was machst du jetzt so, nach den zwei Hostel-Übernachtungen?"
"Ich habe mich um einen Job gekümmert, und ihn bekommen. Ich werde jetzt auf einer Farm arbeiten und danach in den Süden, wahrscheinlich mit Stray, der Busorganisation."
"Hm, schön. Ist ja super!"
Wer mich kennt, weiß, welchen Teil ich in dieser Konversation übernommen habe. Eben diesen Teil, der die Planungen seines Gegenübers nicht mit doppelt so vielen Zukunftsaussichten toppen könnte.
Aber wenn jeder, den man nach seinen Planungen fragt, sofort eine oder mehrere Antworten parat hat und man sich danach fast gedemütigt fühlt und sich fragt "Warum klappt die Planerei bei mir einfach nicht?", ergibt es sich irgendwie von selbst, dass man sich dann doch hier und da mal umschaut und sich die Zukunftsaussichten automatisch konkretisieren. So habe ich heute auf einer Farm angerufen, um dort für zwei Wochen zu bleiben, ohne Bezahlung, dafür Unterkunft und Essen inklusive. Ich wurde gebeten, mich später nocheinmal zu melden, da die Bauernfrau noch auf eine andere Bewerberin warte. Ich hoffe, der Teufel hat jene Bewerberin ergriffen und in seine Höhle verschleppt!
Überraschenderweise hat sich nach der heutigen und letzten Travelworks-Präsentation noch ein Plan Nummer 2 ergeben. Obwohl ich es vorher nie in Erwägung gezogen habe, versuche ich mich jetzt um einen Platz als Au-Pair zu bewerben, denn so locker scheinen die Bewerbungsgespräche hier doch nicht zu laufen, sodass ich mich nicht sofort super selbstbewusst mit meinem deutschen Hackbeil-Englisch einem Arbeitgeber in einem Hotel, einer Bar oder sonstwo präsentieren würde. Also lieber erstmal sprechen lernen.
Wenn das mal kein Plan ist!
Rumpi, viel Glück
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